Der musikalische Adventskalender 2016 – #20: Echoes and Signals – V

Heute wird es düster und beklemmend im Adventskalender (kein Wunder, so knapp vor der Wintersonnenwende). Die russischen Postrocker Echoes and Signals veröffentlichen mit „V“ ihr drittes Album (sic!). Die Formation aus dem zentralrussischen Tula hatte sich in der Szene bereits mit ihren Vorgänger-Alben „Comma“ und „Ouroboros“ einen guten Namen gemacht.

Die „Fünf“ im Titel ist offenbar keine Zählung der Band-Alben, sondern spielt auf die „fünf Phasen des Sterbens“ (das sogenannte „Kübler-Ross-Modell“ bzw. die „five stages of grief“) an:

  1. Nicht wahrhaben wollen und Isolierung (Denial)
  2. Zorn (Anger)
  3. Verhandeln (Bargaining)
  4. Depression und Leid (Depression and grief)
  5. Zustimmung (Acceptance)

Die Band betont, das Album sei sehr persönlich und möchte im Idealfall etwas helfen, schwierige Wahrheiten zu akzeptieren. »we really hope that these songs will help you to get through your darkest moments the same way as they helped us.«

Dem ist, nach einem so ereignisreichen Tag wie dem gestrigen (Ankara, Zürich und Berlin – und wer weiß wo sonst noch) eigentlich nichts mehr hinzufügen.